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Mosaik

Mosaik im Petersdom, Rom
Frühchristliches Mosaik aus dem 6. Jahrhundert, Sant’Apollinare Nuovo in Ravenna
Mosaikdecke im Oktogon des Aachener Doms
Bodenmosaik, Szene: Kind und Esel, Fragment
zeitgenössische Mosaik-Fassade in Graz, Ende 20. Jahrhundert. (Foto: 2010)
Kieselmosaik in Pella

Mosaik ist eine schon im Altertum bekannte Gattung der Maltechnik, die zu den Maltechniken zählt, bei der durch Zusammenfügen von verschiedenfarbigen oder verschieden geformten Teilen (Stein- oder Glasstücken, auch Teilen von Papier oder Stoffen) Muster oder Bilder entstehen. Das Wort Mosaik leitet sich aus dem spätlateinischen Musaicum (opus) (Werk den Musen gewidmet) ab. Als Musivische Technik bezeichnet man das Zusammensetzen von verschiedenfarbigen flachen Plättchen (aus Stein, Metall, Holz, etc.) zu dekorativen Mustern.

Die Mosaiktechnik findet in jüngerer Zeit auch in Computerprogrammen zur Erstellung von Fotomosaiken Anwendung.

Anfänge

Zwischen Euphrat und Tigris, in Mesopotamien nahe der Stadt Ur fand man die ältesten Mosaiken der Welt aus sumerischer Zeit (ca. 2500–3000 v. Chr.)
Es handelte sich dabei um Säulen aus Palmenstämmen, die eine Ummantelung mit Asphalt (Mischung aus dem Bindemittel Bitumen und Gesteinskörnung) aufwiesen und mit Mosaiksteinen verziert waren. Mosaiksteine kamen aber auch als Material für Wandfriese in Gebäuden und als Verzierungen von Schmuckkästchen zum Einsatz.

Modernes Mosaik

Mosaik wird heute meist industriell gefertigt und auf Netz oder Papier vorgefertigt geliefert. Erhältlich sind diese vorgefertigten Mosaiktafeln als Glasmosaik, Keramikmosaik oder Natursteinmosaik.
Eine entscheidende Einschränkung des industriell zum händisch gefertigten Mosaiks besteht in der Form der Steine und der Führung der Fugenlinien. Diese erzeugen bei dem künstlerisch und von Hand verlegten Mosaik durch ihren das Motiv mitbildenden Verlauf eine Zeichnung innerhalb des Motivs sowie durch ihren wellenförmigen das Motiv nachzeichnende Linienführung eine Aura um die Motive, die den Reiz eines Mosaiks überhaupt erst ausmacht und die dem pixelartig zusammengestellten industriell gefertigten Mosaik fehlt.
Das Deutsche Institut für Normung bezeichnet Materialflächen mit einer Seitenlänge unter 10 cm als Mosaik, bei mehr als 10 cm als Fliesen und ab 30 cm als Platten. Ministeck ist eine moderne Variante des Mosaiks.
Das Mosaik gewinnt im kunsthandwerklichen Bereich in neuerer Zeit wieder mehr an Bedeutung. Viele Bastelgeschäfte bieten zunehmend Vorlagen und Mosaiksteine aus Materialien wie Glas, Keramik, Ton, Marmor und mit verschiedenen Formen wie Perlen, Herzen oder Sternen an.
Im Main Tower in Frankfurt am Main befindet sich das Wandmosaik Frankfurter Treppe des Berliner Künstlers Stephan Huber.

Quelle: Wikipedia.org

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